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Relevanz, Entfernung, Bekanntheit: Wie Google die Reihenfolge im Map-Pack bestimmt

Smartphone mit Kartenansicht und Symbolen für Relevanz, Entfernung und Bekanntheit im Google Map-Pack

Zwei Unternehmen bieten in derselben Stadt denselben Service an. Bei der Suche nach einem bestimmten Begriff erscheint das eine Unternehmen im Map-Pack – den drei hervorgehobenen Ergebnissen unter der Karte –, das andere nicht, obwohl es näher an der Innenstadt liegt und mehr Bewertungen hat. Für die Inhaberin oder den Inhaber wirkt das zunächst willkürlich. Tatsächlich folgt die Reihenfolge einem System, das Google seit Jahren öffentlich beschreibt: Sie basiert auf drei Faktoren – Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Diese drei Begriffe stammen nicht aus einer Vermutung von Agenturen, sondern direkt aus der offiziellen Google-Hilfe zu Google Business Profile. Was in vielen Ratgebern fehlt, ist die genaue Erklärung, wie diese drei Faktoren im Einzelfall zusammenwirken, welche davon sich je nach Suchanfrage unterschiedlich stark auswirken – und, ganz entscheidend für die Praxis, welche davon ein Unternehmen tatsächlich beeinflussen kann und welche nicht. Genau darum geht es in diesem Beitrag.

Warum diese drei Faktoren für lokale Unternehmen so wichtig sind

Wer weiß, wonach Google tatsächlich sortiert, kann Ressourcen gezielter einsetzen. Viele Unternehmen investieren Zeit in Maßnahmen, die auf das Ranking im Map-Pack keinen direkten Einfluss haben, während andere, tatsächlich wirksame Stellschrauben unbeachtet bleiben. Das betrifft insbesondere die Frage, was überhaupt beeinflussbar ist: Der Standort der suchenden Person lässt sich nicht ändern, die Vollständigkeit des eigenen Unternehmensprofils dagegen schon. Wer diesen Unterschied nicht kennt, verschwendet Aufmerksamkeit an der falschen Stelle oder gibt sich mit Erklärungen wie „Google mag uns einfach nicht“ zufrieden, obwohl konkrete, prüfbare Ursachen vorliegen.

Hinzu kommt: Die Reihenfolge im Map-Pack entscheidet in vielen Branchen direkt über Anfragen und Anrufe, weil ein großer Teil der suchenden Personen nur die obersten Ergebnisse ansieht. Wer versteht, wie Relevanz, Entfernung und Bekanntheit zusammenspielen, kann realistisch einschätzen, ob eine schlechtere Platzierung an einem behebbaren Defizit liegt oder schlicht an der geografischen Distanz zur suchenden Person – und entsprechend unterschiedlich reagieren.

Die Grundlage: Wie Google lokale Ergebnisse zusammenstellt

In der offiziellen Hilfe „Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern“ (support.google.com/business/answer/7091) beschreibt Google die Grundlage seiner lokalen Suche mit einem einzigen Satz: Lokale Ergebnisse basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Diese drei Werte werden kombiniert, um für jede einzelne Suchanfrage die bestmögliche Übereinstimmung zu ermitteln. Google betont dabei ausdrücklich, dass kein Faktor allein über die Platzierung entscheidet und dass es keine Möglichkeit gibt, eine bessere Platzierung zu kaufen oder gezielt anzufordern.

Wichtig für das Verständnis ist, dass es sich dabei nicht um eine feste Formel mit festen Prozentanteilen handelt, wie sie in manchen Marketingmaterialien kursiert. Google veröffentlicht keine Gewichtung der drei Faktoren zueinander. Was öffentlich dokumentiert ist, ist lediglich, dass alle drei in die Berechnung einfließen und dass ihre relative Bedeutung von der jeweiligen Suchanfrage abhängt. Eine Suche nach „Notdienst Schlüsseldienst“ gewichtet Entfernung und Verfügbarkeit anders als eine Suche nach einem bestimmten Markennamen oder einer sehr speziellen Dienstleistung, bei der Relevanz und Bekanntheit stärker durchschlagen können.

Relevanz: Wie gut passt Ihr Eintrag zur Suchanfrage

Google definiert Relevanz sinngemäß als die Frage, wie gut ein Unternehmensprofil zu dem passt, wonach jemand sucht. Das klingt zunächst banal, hat aber eine konkrete technische Grundlage: Google muss aus strukturierten und unstrukturierten Informationen ableiten, welche Suchanfragen zu einem Unternehmen passen. Diese Informationen stammen unter anderem aus der primären Geschäftskategorie, zusätzlichen Kategorien, dem Unternehmensnamen, der Unternehmensbeschreibung, hinterlegten Attributen (etwa „barrierefrei“ oder „Außenbewirtung“), Öffnungszeiten sowie aus dem Inhalt der eigenen Website.

Warum entsteht hier häufig ein Problem? Weil viele Unternehmen bei der Einrichtung ihres Google Unternehmensprofils die primäre Kategorie zu allgemein oder ungenau wählen, um „möglichst viele Suchanfragen abzudecken“. Das Gegenteil ist der Fall: Eine zu breite oder falsch gewählte Kategorie verschlechtert die Übereinstimmung mit spezifischen Suchanfragen, statt sie zu verbessern. Ein Beispiel: Ein Fahrradgeschäft mit Reparaturservice, das nur als „Einzelhandelsgeschäft“ kategorisiert ist, wird bei der Suche nach „Fahrradreparatur“ schlechter abschneiden als ein Wettbewerber, der die passende, spezifischere Kategorie hinterlegt hat.

Woran erkennt man ein Relevanzproblem in der Praxis? Häufig daran, dass ein Unternehmen bei generischen Suchanfragen zur eigenen Branche kaum erscheint, obwohl es in der Nähe liegt und über Bewertungen verfügt. Die praktische Folge: Bevor an Bewertungen oder Backlinks gearbeitet wird, lohnt sich zunächst die Prüfung, ob Kategorie, Attribute, Beschreibung und Website-Inhalte tatsächlich zu den Suchbegriffen passen, mit denen potenzielle Kundinnen und Kunden das Unternehmen finden wollen.

Entfernung: Warum der Standort der suchenden Person alles verändert

Der zweite Faktor, Entfernung, beschreibt laut Google, wie weit ein Unternehmen von der Person entfernt ist, die gerade sucht. Teilt die suchende Person ihren Standort (etwa über GPS auf dem Smartphone), nutzt Google diese präzise Position. Ist kein Standort verfügbar, greift Google auf andere Signale zurück, etwa den in der Suchanfrage genannten Ort oder eine wahrscheinliche Position auf Basis von IP-Adresse und weiteren Kontextinformationen.

Das ist der Faktor, den ein Unternehmen grundsätzlich nicht beeinflussen kann: Wo eine Person physisch steht, wenn sie sucht, liegt außerhalb der Kontrolle des Unternehmens. Das erklärt auch, warum ein Unternehmen bei identischer Suchanfrage in einem Stadtteil im Map-Pack erscheint und in einem anderen Stadtteil derselben Stadt nicht – die Distanz zur suchenden Person hat sich schlicht verändert. Wichtig für die Einordnung: Dieser Faktor ist kein Werturteil über die Qualität eines Unternehmens, sondern eine geografische Tatsache.

Woran ein Unternehmen dennoch ansetzen kann, ist die eigene geografische Auffindbarkeit: eine korrekte, exakt platzierte Standortmarkierung, eine vollständige und stimmige Adresse, saubere Angaben zum Liefer- oder Einzugsgebiet bei mobilen Dienstleistungen sowie – bei mehreren Filialen – ein eigenes, korrekt gepflegtes Profil je Standort. Das ändert nichts an der physischen Entfernung im Einzelfall, verhindert aber, dass ein Unternehmen durch fehlerhafte oder unpräzise Standortdaten bei Suchanfragen aus der eigenen unmittelbaren Umgebung fälschlich weiter entfernt eingeschätzt wird, als es tatsächlich ist.

Bekanntheit: Warum manche Unternehmen präsenter wirken als andere

Bekanntheit beschreibt Google als die Frage, wie bekannt ein Unternehmen ist. Bekannte, häufig aufgesuchte Orte, Sehenswürdigkeiten oder etablierte Geschäfte werden mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Suchergebnissen angezeigt. Als konkrete Grundlagen nennt Google unter anderem die Anzahl der Websites, die auf ein Unternehmen verlinken (Backlinks), sowie Anzahl und Bewertung der Kundenrezensionen. Mehr positive Bewertungen können das lokale Ranking demnach verbessern.

Bekanntheit ist damit der Faktor, der am stärksten von der Außenwahrnehmung eines Unternehmens im Internet abhängt – unabhängig davon, wie nah oder fern die suchende Person ist. Ein Unternehmen mit vielen aktuellen, glaubwürdigen Bewertungen und einer gewissen Präsenz auf anderen Websites (etwa in lokalen Berichten, Branchenverzeichnissen oder Fachartikeln) wirkt aus Sicht des Algorithmus „bekannter“ als ein vergleichbares Unternehmen ohne diese Signale, selbst wenn beide inhaltlich ähnlich relevant sind.

Fachlich lässt sich ergänzen, dass Bewertungssignale in unabhängigen Branchenbefragungen von Local-SEO-Fachleuten regelmäßig zu den am stärksten diskutierten Signalen zählen – etwa in der jährlichen Local Search Ranking Factors Studie von Whitespark, in der Bewertungsmenge und -qualität sowie die korrekte primäre Kategorie unter den am höchsten eingeschätzten Signalen für den Map-Pack liegen. Diese Einschätzungen sind ausdrücklich Erfahrungswerte der Branche und keine von Google offiziell bestätigten Gewichtungen, decken sich aber inhaltlich mit dem, was Google selbst als Bekanntheits- und Relevanzsignale benennt.

Wie die drei Faktoren zusammenwirken: ein Beispiel aus der Praxis

Zur Veranschaulichung ein Beispiel mit zwei fiktiven Unternehmen: die Muster GmbH, ein Sanitärbetrieb am Stadtrand, und ein zweiter, kleinerer Betrieb im Zentrum. Sucht eine Person mitten in der Innenstadt nach „Sanitärbetrieb Notdienst“, spielt Entfernung eine erhebliche Rolle – der zentral gelegene Betrieb hat hier einen strukturellen Vorteil, den die Muster GmbH nicht ausgleichen kann, indem sie mehr Bewertungen sammelt.

Sucht dieselbe Person hingegen nach dem Namen einer bestimmten Leistung, die nur die Muster GmbH im Portfolio führt und in ihrer Kategorie, Beschreibung und auf der Website klar ausweist, während der zentrale Betrieb diese Leistung nirgends erwähnt, kann Relevanz das Distanzdefizit ausgleichen. Und verfügt die Muster GmbH zusätzlich über eine hohe Anzahl aktueller, positiver Bewertungen sowie Erwähnungen auf regionalen Websites, während der Wettbewerber kaum Bewertungen und keine externen Verweise vorweisen kann, wirkt zusätzlich der Bekanntheitsfaktor zu ihren Gunsten. Das Beispiel zeigt: Es gibt selten eine einzelne Ursache für eine bestimmte Platzierung, sondern immer ein Zusammenspiel, dessen Gewichtung je nach Suchanfrage variiert.

Was Sie nicht beeinflussen können – und was sehr wohl

Für die Praxis ist diese Unterscheidung der wichtigste Punkt des gesamten Themas:

  • Nicht beeinflussbar: der physische Standort der suchenden Person im Moment der Suche. Ob jemand ein Unternehmen als „nah“ oder „fern“ eingestuft bekommt, hängt von deren Position ab, nicht von Maßnahmen des Unternehmens.
  • Beeinflussbar über Relevanz: die Wahl und Vollständigkeit der Geschäftskategorien, hinterlegte Attribute, eine präzise Unternehmensbeschreibung, aktuelle Öffnungszeiten sowie Inhalte auf der eigenen Website, die die tatsächlich angebotenen Leistungen klar benennen.
  • Beeinflussbar über Bekanntheit: die aktive, regelkonforme Förderung echter Kundenbewertungen, der Umgang mit Bewertungen (Antworten, Reaktion auf Kritik), sowie eine glaubwürdige Präsenz auf anderen Websites durch Erwähnungen, Verlinkungen und Einträge in seriösen Branchenverzeichnissen.

Diese Einteilung schützt vor zwei typischen Fehleinschätzungen: der Annahme, man könne mit genug Aufwand jede Distanz überbrücken, und der Annahme, eine schwache Platzierung liege immer an fehlender Nähe, obwohl in Wirklichkeit Kategorie, Attribute oder Bewertungslage der eigentliche Hebel wären.

Typische Fehler bei der Einschätzung des lokalen Rankings

In der Praxis wiederholen sich einige Fehleinschätzungen und Fehler, die sich mit dem Wissen um Relevanz, Entfernung und Bekanntheit vermeiden lassen.

  • Eine zu allgemeine oder falsche primäre Kategorie wird gewählt, in der Annahme, das erhöhe die Reichweite – tatsächlich verschlechtert es die Übereinstimmung mit konkreten Suchanfragen.
  • Der Unternehmensname wird künstlich mit Suchbegriffen angereichert (zum Beispiel „Muster GmbH – Sanitär Notdienst 24h Bestpreis“), was gegen die Richtlinien von Google verstößt und zu Einschränkungen des Profils führen kann.
  • Eine schwächere Platzierung wird ausschließlich auf die Entfernung geschoben, ohne zu prüfen, ob Kategorie, Beschreibung oder Bewertungslage tatsächlich das eigentliche Problem sind.
  • Bewertungen werden gekauft oder incentiviert eingeholt, was gegen die Richtlinien verstößt und im Fall einer Entdeckung dem Unternehmensprofil eher schadet als nützt.
  • Backlinks und Erwähnungen werden ausschließlich über gekaufte, thematisch unpassende Verzeichniseinträge aufgebaut, statt über inhaltlich sinnvolle, lokale Verbindungen.
  • Mehrere Filialen oder Standorte werden über ein einziges, gemeinsames Profil abgebildet, wodurch die Entfernungsberechnung für jeden einzelnen Standort verzerrt wird.

Checkliste: Diese Stellschrauben können Sie konkret prüfen

Die folgende Checkliste orientiert sich an den drei offiziellen Faktoren und benennt jeweils, worauf sie einzahlt.

  • Ist die primäre Geschäftskategorie so spezifisch wie möglich gewählt, und sind sinnvolle zusätzliche Kategorien hinterlegt? (Relevanz)
  • Sind Attribute, Öffnungszeiten, Leistungen und Beschreibung vollständig, aktuell und konsistent mit der eigenen Website? (Relevanz)
  • Ist die Standortmarkierung exakt am tatsächlichen Standort platziert, und ist die Adresse korrekt und vollständig hinterlegt? (Entfernung, soweit beeinflussbar)
  • Hat jeder physische Standort ein eigenes, korrekt zugeordnetes Profil? (Entfernung, soweit beeinflussbar)
  • Wird aktiv und regelkonform um echte Kundenbewertungen gebeten, und werden vorhandene Bewertungen zeitnah beantwortet? (Bekanntheit)
  • Gibt es glaubwürdige Erwähnungen oder Verlinkungen von anderen, thematisch passenden Websites? (Bekanntheit)
  • Sind Name, Adresse und Telefonnummer (NAP) über alle Verzeichnisse und Plattformen hinweg identisch? (Relevanz und Bekanntheit)

Wie Vortecx dabei unterstützen kann

Vortecx unterstützt lokale Unternehmen dabei, ihre digitale Präsenz und lokale Sichtbarkeit systematisch zu verwalten und weiterzuentwickeln. Da Relevanz und Bekanntheit – anders als die Entfernung der suchenden Person – tatsächlich beeinflussbar sind, liegt der praktische Nutzen vor allem darin, die dafür relevanten Informationen dauerhaft korrekt, vollständig und konsistent zu halten, statt sie einmalig einzurichten und dann aus dem Blick zu verlieren.

Im Modul Local Profile werden Kategorien, Attribute, Beschreibungstexte und weitere Profildaten strukturiert gepflegt, die unmittelbar in den Relevanzfaktor einfließen. Local Page ergänzt dies um eine eigene, auf lokale Suchbegriffe abgestimmte Standortseite, die Inhalte und Kategorie konsistent widerspiegelt. Local Listings sorgt dafür, dass Name, Adresse und Telefonnummer über verschiedene Verzeichnisse hinweg einheitlich bleiben, was sowohl der Relevanz- als auch der Bekanntheitsbewertung zugutekommt. Local Search Index gibt einen Überblick darüber, wo ein Unternehmen online tatsächlich auffindbar ist und wo Lücken bestehen.

Wichtig zur Einordnung: Kein Anbieter kann Google veranlassen, ein bestimmtes Unternehmen zu bevorzugen oder eine feste Position zu garantieren – das bestätigt Google selbst ausdrücklich. Systematische Pflege der beeinflussbaren Faktoren verbessert die Voraussetzungen, ersetzt aber nicht die geografische Realität der Entfernung oder den Wettbewerb um Bekanntheit im jeweiligen Markt.

Fazit

Die Reihenfolge im Google Map-Pack ist kein Zufall und keine Blackbox, sondern folgt drei von Google offiziell benannten Faktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Wie stark jeder einzelne Faktor bei einer konkreten Suchanfrage ins Gewicht fällt, unterscheidet sich von Fall zu Fall und wird von Google nicht in festen Prozentanteilen offengelegt. Für Unternehmen entscheidend ist die Unterscheidung zwischen dem, was sich nicht ändern lässt – der Standort der suchenden Person – und dem, was sich sehr wohl gestalten lässt: eine präzise Kategorisierung und Beschreibung des eigenen Angebots sowie eine glaubwürdige, durch Bewertungen und Erwähnungen gestützte Bekanntheit. Wer an diesen beiden Stellschrauben kontinuierlich arbeitet, verbessert die eigenen Voraussetzungen im Map-Pack, unabhängig davon, wie nah oder fern die jeweilige suchende Person gerade steht.

Kann ich beeinflussen, wie weit ein Kunde von meinem Unternehmen entfernt ist?

Nein, die tatsächliche geografische Entfernung zwischen einer suchenden Person und Ihrem Unternehmen lässt sich nicht verändern. Was Sie beeinflussen können, ist die korrekte und präzise Darstellung Ihres Standorts – etwa eine exakt platzierte Standortmarkierung und eine vollständige, korrekte Adresse –, damit Google Ihre tatsächliche Position nicht falsch einschätzt.

Warum erscheint ein weiter entferntes Unternehmen manchmal vor einem näheren?

Weil Entfernung nur einer von drei Faktoren ist. Ein weiter entferntes Unternehmen kann bei einer bestimmten Suchanfrage deutlich relevanter sein (etwa durch eine passendere Kategorie oder Leistungsbeschreibung) oder deutlich bekannter (etwa durch mehr und bessere Bewertungen sowie externe Erwähnungen) und dadurch die geringere Nähe des näheren Wettbewerbers ausgleichen.

Welche Rolle spielt die Kategorie meines Google Unternehmensprofils?

Die primäre Geschäftskategorie ist eines der wichtigsten Signale für den Relevanzfaktor, da sie Google direkt mitteilt, zu welchen Suchanfragen Ihr Unternehmen passt. Eine zu allgemein gewählte oder unpassende Kategorie kann die Übereinstimmung mit spezifischen, für Ihr Geschäft relevanten Suchanfragen deutlich verschlechtern.

Helfen bezahlte Bewertungen oder gekaufte Links beim Ranking?

Nein. Gekaufte oder incentivierte Bewertungen sowie thematisch unpassende, gekaufte Verlinkungen verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können bei Entdeckung zu Einschränkungen oder einer Sperrung des Unternehmensprofils führen. Echte, im Zeitverlauf natürlich entstehende Bewertungen und glaubwürdige Erwähnungen wirken sich hingegen nachvollziehbar auf die Bekanntheit aus.

Wie oft ändert sich die Reihenfolge im Map-Pack?

Die Reihenfolge kann sich von Suche zu Suche unterscheiden, da bereits eine andere Position der suchenden Person, eine leicht abgewandelte Suchanfrage oder Änderungen an den Profilen beteiligter Unternehmen das Ergebnis verändern können. Ein einzelner Blick auf die eigene Platzierung erlaubt daher selten eine verlässliche Aussage – regelmäßige Beobachtung ist aussagekräftiger als eine einmalige Momentaufnahme.

Ist die genaue Formel, nach der Google rankt, öffentlich bekannt?

Nein. Google benennt offiziell die drei Faktoren Relevanz, Entfernung und Bekanntheit als Grundlage, veröffentlicht aber keine genaue Gewichtungsformel. Einschätzungen zur relativen Bedeutung einzelner Signale, wie sie in Branchenumfragen kursieren, sind fachliche Annäherungen der Local-SEO-Branche und keine von Google bestätigten Werte.

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